Bilanz in Zahlen
Ausführliche Bilanz 2021 bis 2026: Was wir gemeinsam erreicht haben
Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückblicke, denke ich zuerst an die vielen Menschen, die mitgemacht haben. Ich habe das Wangerland nicht allein vorangebracht. Das haben wir gemeinsam getan: Bürgerinnen und Bürger, Ehrenamtliche, Vereine, Dorfgemeinschaften, meine Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, der Bauhof, der Gemeinderat und viele Unternehmen vor Ort.
Deshalb sage ich es so: Wir haben das Wangerland nicht nur verwaltet. Wir haben es gemeinsam weiterentwickelt. Auf dieser Seite zeige ich Ihnen, was daraus geworden ist.
Familien, Bildung und Betreuung
Eines der größten Bauprojekte der letzten Jahre war für mich auch eines der wichtigsten: der Neubau der Kita Mäusenest in Hohenkirchen. Rund 5,5 Millionen Euro haben wir investiert, gut 2,5 Millionen Euro davon kamen als Landesförderung dazu. Seit Anfang 2025 finden dort rund 95 Kinder Platz, in zwei Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen und einer Integrationsgruppe.
Die Baupreise waren in dieser Zeit alles andere als einfach. Trotzdem haben wir sauber kalkuliert und das Projekt verantwortungsvoll umgesetzt. Durch die Nähe zur Grundschule ist in Hohenkirchen ein moderner Bildungsbereich entstanden, mit kurzen Wegen für Familien.
Für mich ist klar: Wer in Kinder und Familien investiert, investiert in die Zukunft unseres Wangerlands.
Sicherheit, Feuerwehr und Ehrenamt
Unsere Feuerwehren sind das Rückgrat der Sicherheit im Wangerland. Gemeinsam mit den Ortsbrandmeistern, der Feuerwehrführung und vielen engagierten Feuerwehrleuten haben wir den Feuerwehrbedarfsplan fortgeschrieben und konsequent umgesetzt.
- Feuerwehrgerätehaus Waddewarden fertiggestellt
- Feuerwehrgerätehaus Hooksiel fertiggestellt
- Feuerwehrbedarfsplan fortgeschrieben, als Grundlage für Ausstattung, Standorte und Investitionen
- Enge Abstimmung mit allen Verantwortlichen der Feuerwehren
Besonders am Herzen liegt mir die Bunte Wache in Hohenkirchen. Dort bringen wir Polizei und Feuerwehr unter einem Dach zusammen. Nach guten Verhandlungen mit dem Niedersächsischen Innenministerium und der planungsrechtlichen Sicherung des Standorts ist das ein echtes Zukunftsprojekt für kurze Wege und starke Zusammenarbeit.
Sicherheit entsteht durch gute Planung, moderne Infrastruktur und starke ehrenamtliche Einsatzkräfte. Dafür bedanke ich mich bei allen, die sich Tag für Tag dafür einsetzen.
Infrastruktur, Mobilität und Wirtschaftswege
Gute Wege verbinden unsere Ortschaften und machen das Wangerland auch für Radtourismus und Landwirtschaft attraktiv. Seit 2021 haben wir im Rahmen der Flurbereinigung rund 2,5 Millionen Euro Gemeindemittel eingesetzt und über 33 Kilometer Wirtschaftswege ausgebaut. Rund 9,5 weitere Kilometer sind geplant, unter anderem in Middoge-Tettens, Oldorf-St. Joost und Tettens-Ost.
Davon profitieren nicht nur die Landwirtinnen und Landwirte. Auch die Erreichbarkeit der Ortschaften, die Verkehrssicherheit und unser Radwegenetz werden besser, ein wichtiger Punkt für eine Tourismusgemeinde wie unsere.
Weitere Projekte, die wir in dieser Zeit umgesetzt haben:
- Parkfläche Feuerwehr Wiarden
- Parkfläche Rudolf-Garlisch-Straße
- Sanierung Viethstraße
- Radweg Alte Bahntrasse Neugarmssiel / Bussenhausen
- Parkfläche Hausboote Wangermeer
- Rundweg am Ostufer Wangermeer
- Endausbau Mozartstraße
- Sanierung Turnhalle Tettens inklusive Mensa
- Brückensanierung Wangermeer
- Deckensanierung Hooksiel / Horumersiel
- Gehweg Häuptlingsstraße Middoge
- Baugebiet Tettens am Schwimmbad
- Gehweg am Horumertief
- Sanierung Pakenser Straße
- Kanuanlegestelle Hookstief
- Deckensanierung Jadestraße
- Sanierung von 7 Bushaltestellen, gefördert zu 87,5 Prozent durch LNVG und Landkreis Friesland
Ein Beispiel, auf das ich besonders stolz bin: die Brückensanierung Wangermeer. Das günstigste Angebot aus der Ausschreibung lag bei rund 341.069 Euro brutto. Mit unserem eigenen Bauhof haben wir die Sanierung für rund 242.655 Euro brutto umgesetzt, eine Ersparnis von rund 98.414 Euro für unsere Gemeinde.
Infrastruktur ist Lebensqualität. Sie stärkt Landwirtschaft, Tourismus, Verkehrssicherheit und den Alltag der Menschen bei uns.
Kostenrahmen und wirtschaftliches Handeln
Mir war es immer wichtig, dass wir mit dem Geld unserer Gemeinde sorgsam umgehen. Die Projekte, die unsere Verwaltung und Bauabteilung eigenverantwortlich geplant, kalkuliert und begleitet haben, lagen überwiegend im Kostenrahmen. Wo es Abweichungen gab, hatten sie nachvollziehbare Gründe, etwa schwierige Bodenverhältnisse, notwendige Flächenerweiterungen oder die Entwicklung der Märkte.
- Saubere Kostenschätzungen von Anfang an
- Verantwortliches Hinsehen statt unkontrollierter Planungsänderungen
- Regelmäßige Kontrolle und fachliche Begleitung durch Verwaltung und Bautechnik
- Fördermittel erfolgreich eingeworben und ordentlich abgerechnet
- Projekte überwiegend im geplanten Zeitrahmen umgesetzt
Verlässlich planen, verantwortungsvoll umsetzen: Das haben wir in den letzten Jahren immer wieder gezeigt. Große und kleine Projekte gelingen dann, wenn Verwaltung, Bauhof, Politik und externe Partner eng zusammenarbeiten. Genau das haben wir gemeinsam vorgelebt.
Wohnen, Baugebiete und Ortsentwicklung
Damit Menschen im Wangerland bleiben können, Eigentum bilden und junge Familien bei uns ankommen, haben wir mehrere Baugebiete erschlossen und entwickelt.
- Baugebiet Hohenkirchen erschlossen und entwickelt
- Baugebiet Hooksiel erschlossen und entwickelt
- Baugebiet Tettens befindet sich aktuell in der Erschließung
Es geht mir dabei um mehr als neue Grundstücke. Es geht um Wohnraum für junge Familien, um Wohneigentum für Menschen, die hier zuhause sind, und um lebendige Dörfer. Denn nur mit Einwohnerinnen und Einwohnern bleiben unsere Vereine, Feuerwehren, Schulen und Kitas stark.
Dorfgemeinschaft
Zusammenhalt und Begegnungsorte
Ein Projekt liegt mir besonders am Herzen: das Bürger- und Kulturhaus Friederikensiel. Nach der Schließung der Gaststätte hat der Dorfgemeinschaft ein zentraler Treffpunkt gefehlt. Gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft, unserer Verwaltung, dem Bauhof und einigen Sponsoren haben wir eine Lösung gefunden.
Das ist für mich ein großer Erfolg der Dorfgemeinschaft, der gemeinsam mit unserer Gemeinde erreicht wurde:
- Die Gemeinde konnte die passende Fläche erwerben.
- Gemeinsam haben wir Sponsoren gesucht und gefunden.
- Umgesetzt wurde alles zusammen mit der Dorfgemeinschaft, der Verwaltung und dem Bauhof.
- Heute steht dort ein neuer Ort für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft.
Auch an anderer Stelle stärken wir den Zusammenhalt: Für Hohenkirchen nehmen wir ein Dorfgemeinschaftshaus als weiteres Projekt in den Blick. Ich habe außerdem einen Runden Tisch der Dorfgemeinschaftsvorsitzenden eingerichtet, damit wir regelmäßig im Austausch bleiben, uns gegenseitig unterstützen und die Dörfer sowie das Ehrenamt gemeinsam stärken.
Starke Dörfer entstehen durch starke Gemeinschaften. Danke, dass Sie diese Gemeinschaft jeden Tag mit Leben füllen.
Moderne Verwaltung und Digitalisierung
Nicht alles, was wir bewegt haben, sieht man von außen. Auch unsere Verwaltung haben wir in dieser Zeit weiterentwickelt.
- Digitale Bauakte eingeführt
- Digitalen Rechnungsworkflow umgesetzt
- Interne Verwaltungsabläufe digitalisiert und Papierprozesse reduziert
- Bessere Abstimmungswege zwischen den Fachbereichen geschaffen
- Projektorientiertes Arbeiten und interdisziplinäre Projektgruppen eingeführt
- Regelmäßige Projektbesprechungen und klare Verantwortlichkeiten
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten Projekte heute stärker von Anfang bis Ende. Das stärkt die Identifikation mit der eigenen Arbeit und sorgt dafür, dass Herausforderungen im Team gelöst werden. Wir haben nicht nur gebaut. Wir haben auch die Verwaltung modernisiert.
Gemeindeentwicklung, Bauleitplanung und Energie
Bauleitplanung sieht man als Bürgerin oder Bürger oft nicht. Trotzdem ist sie die Grundlage für alles, was später sichtbar entsteht. In den vergangenen Jahren haben wir dafür einiges auf den Weg gebracht:
- 22 Aufstellungs- und Einleitungsbeschlüsse
- 5 Feststellungsbeschlüsse
- 14 Satzungsbeschlüsse, teilweise noch vorbehaltlich der Ratszustimmung am 30.06.2026
- Verfahren für die Wohnentwicklung auf den Weg gebracht
- Neuer Standort der Feuerwehr Hohenkirchen planungsrechtlich gesichert
- Touristische Entwicklung der Ortsteile gesteuert
- Potenzialflächenanalyse für Freiflächenphotovoltaik erstellt
- Windparks Nenndorf, Haddien-Nord und Inikwarfe auf den Weg gebracht
- Einzelhandelsentwicklung neu geordnet, um die Versorgung zu sichern
Zukunft beginnt lange, bevor der erste Bagger rollt. Genau deshalb investiere ich viel Zeit in diese oft unsichtbare Arbeit.
Glasfaser und Zukunft des ländlichen Raums
Schnelles Internet ist für mich Grundversorgung, genauso wichtig wie Wasser oder Strom. Deshalb habe ich den Glasfaserausbau aktiv begleitet.
- Ausbau in Waddewarden und Wiarden umgesetzt
- Über 500 weitere Haushalte und Unternehmen angeschlossen
- Insgesamt sind mehr als 4.000 Glasfaseranschlüsse im Gemeindegebiet vorgesehen
Schnelles Internet ist ein echter Standortfaktor, für Familien, für Betriebe und fürs Arbeiten von zuhause.
Nahversorgung, Einzelhandel und Wirtschaft
- Ansiedlung EDEKA Hohenkirchen begleitet
- Sondergebiet Einzelhandel Hooksiel geschaffen
- Einzelhandelsentwicklung neu geordnet
- Wohnortnahe Versorgung gesichert
- Gewerbeflächen entwickelt, besonders in Hohenkirchen
- Handwerk, Betriebe und Leistungsträger vor Ort unterstützt
Eine starke Gemeinde braucht gute Versorgung, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven. Daran arbeite ich gerne weiter.
Verantwortung in besonderen Herausforderungen
Die vergangenen Jahre waren nicht nur von Projekten geprägt. Es gab auch Situationen, in denen es auf Führung, Kommunikation und Zusammenhalt ankam. Auch davon möchte ich Ihnen berichten.
Corona 2021 und 2022
Meine Amtszeit begann mitten in den Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Im Rathaus, in der Verwaltung, in Kitas, Schulen, Vereinen und im öffentlichen Leben mussten wir mit besonderen Herausforderungen umgehen. Schutzmaßnahmen, offene Kommunikation mit Ihnen und schwierige Abwägungen zwischen Schutz, Handlungsfähigkeit und gesellschaftlichem Leben gehörten zum Alltag.
Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen musste unsere Gemeinde handlungsfähig bleiben, und das ist uns gemeinsam gelungen.
Dorf Wangerland: Unterbringung von Geflüchteten
Eine besondere Aufgabe war die Unterbringung von bis zu 500 Geflüchteten im Dorf Wangerland, über einen Zeitraum von 24 Monaten. Ich habe die Verhandlungen mit Land, Landkreis und Betreiber selbst mit vorangetrieben, regelmäßig Bürgerinformationen angeboten und den Austausch gesucht, unter anderem mit der Kirche und vielen ehrenamtlich Engagierten.
Wichtig war mir dabei vor allem eines: verlässliche Kommunikation. Die Vereinbarungen wurden eingehalten, die Unterbringung dauerte nicht länger als die zugesagten 24 Monate. Anschließend ist das Hotel im Dorf Wangerland wieder in die touristische Nutzung zurückgekehrt.
Wir haben Verantwortung übernommen und unsere Zusagen eingehalten. Genau darauf können Sie sich bei mir auch in Zukunft verlassen.
Schneechaos 2026
Anfang 2026 hat uns ein außergewöhnlich heftiger Wintereinbruch getroffen, rund 48 Stunden lang. Viele ältere Wangerländerinnen und Wangerländer erinnerten sich an die Schneekatastrophe 1978/79, zum Glück war diese Lage deutlich kürzer.
Trotzdem war es eine sehr herausfordernde Zeit. Ich war vor Ort präsent, habe im Krisenstab im Gerätehaus mitgearbeitet und Sie über verschiedene Videos direkt aus dem Geschehen auf dem Laufenden gehalten. Manche dieser Facebook-Videos haben eine sehr hohe Resonanz erreicht, teilweise über 1000 Likes.
Durch ein gutes Netzwerk konnten wir schnell Landwirte, Lohnunternehmer und Fuhrunternehmer einbinden und uns direkt vor Ort abstimmen, gemeinsam mit Feuerwehr, Bauhof, Ehrenamt, Unternehmen und Ihnen als Bürgerinnen und Bürgern. Aus dieser Lage haben wir wichtige Lehren für künftige besondere Wetterlagen gezogen.
Gute Netzwerke, Präsenz vor Ort und ehrliche Kommunikation, das hilft gerade in solchen Situationen. Und genau dafür stehe ich auch weiterhin.
Mein Dank an Sie
Nichts von dem, was ich Ihnen hier zeige, hätte ich allein erreichen können. Ich danke dem Gemeinderat für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, meinen Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung und im Bauhof für ihren täglichen Einsatz, und ganz besonders allen Ehrenamtlichen in Feuerwehren, Vereinen und Dorfgemeinschaften.
Vor allem aber danke ich Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern des Wangerlands. Sie haben mitgedacht, mitgetragen und mitgestaltet. Genau das macht unser Wangerland stark.
Ich möchte diesen Weg gerne mit Ihnen weitergehen. Wenn Sie mir dabei Ihr Vertrauen schenken, freue ich mich sehr.
Ihre Meinung ist mir wichtig.
Haben Sie Fragen an mich? Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Ihre Nachricht.